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44. Kunstausstellung

14. September 2017 bis 11. Januar 2018

Einmal wöchentlich trifft sich (bereits seit vielen Jahren) eine Gruppe begeisterter Amateurmaler im Atelier des Mülheimer Künstlers Alfred Dade. Dabei kann jeder sein eigenes Motto und seine individuelle Technik umsetzen (z. B. abstrakte Bilder, Landschaften oder eigene Interpretationen von Bildern großer Meister).

So hat Uwe Bayer etwa ein Jahr gearbeitet, um seine Darstellung von Vermeers „Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge“ zu erstellen. Zufrieden war er mit seinem Bild erst dann, als auch die Falten des Turbans exakt erkennbar waren und die Perlen im Schimmer leuchteten.

Patricia Haakert lässt ihrer Phantasie freien Lauf. Auf einer Leinwand von 80 cm x 100 cm schweben Geister über das Wasser oder schauen mit prüfenden Blicken durch das Geäst der Bäume. Am liebsten verwendet sie zarte Ölfarben, vorwiegend gelb-gold und hellgrün.

Jeannette Lusch hingegen verarbeitet ihre Erinnerungen aus den letzten Urlauben. Bilder von der New Yorker Skyline, von den Traumstränden in Florida oder Impressionen aus den Canyonlands sind nur einige Beispiele aus dem großen Repertoire.

Karla Röhm nutzt breite Ölpinsel, um wunderschöne Landschaften (z. B. Toskana oder rauhe Küstenabschnitte) auf einer großen Leinwand abstrakt darzustellen.

Dulce Schulze–Wethmar hingegen widmet sich der Aquarellmalerei. Ihre Landschaftsbilder laden zum Träumen ein, wirken beruhigend auf den Betrachter und stellen einen schönen Kontrast zum täglichen Stress in Alltag dar.

Helga Spree wiederum hat mit Acryl begonnen und malt jetzt seit einigen Jahren mit Ölfarbe. Sie lässt sich von den vielen Eindrücken ihres Lebens inspirieren. Über ihrem aktuellen Bild weht der Südwind und Wellen schäumen tosend ans Ufer.

Elisabeth Giesen hat in der Vergangenheit die Landschaftsmalerei favorisiert. Aktuell probiert sie etwas Neues aus und arbeitet an einer Portraitaufnahme eines Schäferhundes. Mit zarten Strichen lässt sie dabei seine Augen glänzen.

Christa Joskowiak spachtelt mit Ölfarben. Ihre besondere Vorliebe sind Fußballspieler, die fast fliegend ihre Bälle treten oder aber Steine in vielen bunten Farben, die durchsetzt sind mit Mineralien. Neben der Kreativität kommen aber auch die Gemütlichkeit und das Zusammensein nicht zu kurz. In einer großzügig bemessenen Pausenzeit steht der Austausch untereinander bei Kaffee und Kuchen im Vordergrund.

Anmeldung Vernissage – 44. Kunstausstellung


Bis 7. September 2017

43. Kunstausstellung

Ariane Boss
Auf malerisch abstraktem Grund wächst eine detailreiche, farbintensive Figuration aus Flora und Fauna, Halbwesen und Mensch. Die Gemälde von Ariane Boss spielen mit der Anlehnung an eine Ornamentik, die jedoch allzu lebendig erscheint in ihrem eigens kreierten Kosmos. Traum- oder Wunschbilder einer Welt aus anderer Zeit, deren Üppigkeit einen gefangen nimmt. Vielfältige Pflanzenpracht, warm  wirkende Seen und dramatische Horizonte erscheinen als selbstverständliches Umfeld der Protagonisten, das jedoch von diesen sogleich durch- und gebrochen wird. Ein barocksurreal anmutendes Stelldichein. - Constanze Musterer (Kunsthistoriker, Kurator) -

Mara Wagenführ
Ihre Bilder sind figurativ, flächig und bunt. In einigen Werken erweitert sie die Malerei durch Stickerei und und das Applizieren u. a. von Plastikfigürchen, Fotodruck und Pailletten. Die Anordnung der Figuren in der Malerei, oft einer Symmetrie gehorchend, sind plakativ einerseits und hintergründig in der Verschränkung von Votivmalerei, Pop und religiösen Elementen andererseits. Manche Bilder lassen eine Nähe zu mexikanischen Vanitasdarstellungen erkennen. Wagenführ schreckt nicht davor zurück, die  Grenzen zum Kitsch auszuloten, unterläuft diese Ebene aber immer wieder spielerisch leicht durch die gestickten Texte sowie die Inklusion von drastischen und hyperrealistischen Bildelementen wie dem organischen Herz. In dieser spielerischen Kombination gelingen Wagenführ Gemälde, die die Betrachter durch ihre vordergründig harmlose und bunte bis süßliche Pophaftigkeit gefangen nehmen, um sie nach und nach mit ironischen und sarkastischen Brüchen auf eine hintergründige Wirklichkeit aufmerksam zu machen.

Ausstellungsdauer: 27. April bis 7. September 2017
Öffnungszeiten: Mo – Do: 7:30 – 16:45 Uhr • Fr: 7:30 – 12:30 Uhr
Besichtigung während der Öffnungszeiten nur nach Vereinbarung.

Ort: Remscheider Str. 16 • 45481 Mülheim an der Ruhr